Sie steigt auf 6.375 Euro im Monat bzw. 76.500 Euro im Jahr (2026: 5.812,50 Euro im Monat). Bis zu diesem Einkommen werden in der gesetzlichen Krankenversicherung Beiträge berechnet. Was das für Sie konkret bedeutet, rechnen wir gern gemeinsam durch.
Private oder gesetzliche Krankenversicherung in München: Stand 2027

Auf einen Blick
Ob private oder gesetzliche Krankenversicherung besser passt, hängt von Einkommen, Berufsstatus und Familie ab. Ab 2027 steigt die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung auf 6.375 Euro im Monat. Die Versicherungspflichtgrenze soll laut Entwurf bei 84.150 Euro im Jahr liegen. Angestellte können erst oberhalb dieser Grenze wechseln, Selbstständige und Freiberufler nicht an sie gebunden.
- Beitragsbemessungsgrenze 2027: 6.375 Euro im Monat (2026: 5.812,50 Euro)
- Versicherungspflichtgrenze 2027: laut Referentenentwurf 84.150 Euro im Jahr
- Für Selbstständige und Freiberufler gilt die Versicherungspflichtgrenze nicht
- Alterungsrückstellungen sind keine Garantie für gleichbleibende Beiträge
- Beratung in der Lindwurmstraße 193, per Teams oder telefonisch unter 089 74 33 020
Zum Thema private oder gesetzliche Krankenversicherung bekomme ich gerade sehr viele Fragen. Das duale System wird immer wieder in Frage gestellt. Mal geht es um die Bürgerversicherung, mal darum, ob Privatversicherte Vorteile haben. Also gehen wir es sachlich an: Was ist wirklich so, und was steht nur in der Presse?
Ich bin seit 1992 bei der DKV, seitdem selbstständig, und seit dem Jahr 2000 sind wir hier an der Lindwurmstraße in München-Sendling. Aus dieser Erfahrung heraus sage ich Ihnen: Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Es gibt Ihre Situation, und die gehen wir in Ruhe durch.
Was 2027 gilt
6.375 €
Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung pro Monat (2026: 5.812,50 €)
Quelle: cash-online
84.150 €
Versicherungspflichtgrenze pro Jahr, Stand Referentenentwurf
Quelle: PKV-Verband
2,9 %
durchschnittlicher Zusatzbeitrag laut Schätzerkreis
Quelle: cash-online
Was ändert sich 2027 in der Krankenversicherung?
Zum 1. Januar 2027 verschieben sich mehrere Rechengrößen. Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf 6.375 Euro im Monat, das sind 76.500 Euro im Jahr. 2026 liegt sie bei 5.812,50 Euro. Wer gut verdient, zahlt in der gesetzlichen Krankenversicherung damit mehr, weil der Beitrag bis zu dieser Grenze vom Einkommen berechnet wird.
Hinzu kommt das Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird vom Schätzerkreis mit 2,9 Prozent angesetzt. Nach Angaben von ERGO sind außerdem höhere Zuzahlungen und ein geringerer Festzuschuss beim Zahnersatz vorgesehen. Genaue Beträge besprechen wir bei Bedarf anhand der aktuellen Fassung, nicht aus dem Gedächtnis.
Ab welchem Einkommen können Angestellte in die private Krankenversicherung wechseln?
Angestellte können wechseln, wenn ihr Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. Laut Referentenentwurf soll sie 2027 bei 84.150 Euro im Jahr liegen, seit 2017 wäre das ein Anstieg um 46,1 Prozent. Der endgültige Wert wird per Verordnung festgelegt, deshalb kennzeichne ich ihn hier ausdrücklich als Entwurf.
Ganz anders sieht es bei Selbstständigen und Freiberuflern aus. Für sie gilt diese Grenze nicht. Zu uns kommen deshalb viele Selbstständige, aber auch Führungskräfte und gutverdienende Angestellte. Das sind genau die Gruppen, die ich in der Beratung am häufigsten sehe.
Gesetzliche und private Krankenversicherung im Überblick
| Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung (DKV) | |
|---|---|---|
| Beitrag | richtet sich nach dem Einkommen, bis zur Beitragsbemessungsgrenze | richtet sich nach Tarif, Eintrittsalter und Gesundheitszustand bei Abschluss |
| Alter und Rücklagen | Umlage zwischen den Generationen | jede Person bildet eigene Alterungsrückstellungen |
| Leistungen | gesetzlich festgelegt, ergänzbar durch Zusatzversicherungen | im Tarif vereinbart, Leistungsumfang individuell wählbar |
| Gesundheitsfragen | keine | werden beim Antrag gestellt |
| Familie | Kinder sind unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert | Kinder werden eigenständig versichert |
| Zugang für Angestellte | grundsätzlich Pflicht unterhalb der Versicherungspflichtgrenze | erst oberhalb der Versicherungspflichtgrenze |
Allgemeine Einordnung, Stand Oktober 2026. Die Details hängen vom Einzelfall ab.
Wie funktioniert die private Krankenversicherung im Alter?
Die private Krankenversicherung ist weniger anfällig für die demografische Entwicklung, weil jede Alterskohorte für sich individuelle Alterungsrückstellungen bildet. Das ist der systemische Unterschied zum Umlageverfahren, und er wird in der Debatte gern übersehen.
Idealerweise steige ich deshalb in jungen Jahren ein. Dann habe ich bis zur Rente viel Zeit, diese Rückstellungen aufzubauen. Bei uns in Sendling ist das übrigens ein Thema, das zum Viertel passt: Die Sterbeziffer liegt hier bei 5,6 je 1.000 Einwohner, in ganz München bei 7,8. Sendling ist also ein vergleichsweise junges Viertel.
Ganz wichtig ist mir die Einordnung: Alterungsrückstellungen sind keine Beitragsgarantie. Beiträge können auch aus anderen Gründen steigen, etwa weil Behandlungen teurer werden. Wer ins Alter kommt, sollte deshalb früh darüber sprechen, wie er die Beiträge dann tragen will. Das gehört in jede ehrliche Beratung.
Was hat der Bundesgerichtshof zu Beitragsanpassungen entschieden?
Der Bundesgerichtshof hat am 22.04.2026 (IV ZR 70/25) zur Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung entschieden. Eine Erhöhung ist formell unwirksam, wenn die Mitteilung offenlässt, welcher Faktor der Rechnungsgrundlagen sie ausgelöst hat, also die Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeit. Die Beweislast für die materielle Rechtmäßigkeit liegt beim Versicherer.
Das ist eine Einordnung und keine Rechtsberatung. Aber es zeigt, dass man bei Beitragsmitteilungen genau hinschauen darf. Wenn Sie eine solche Mitteilung bekommen haben und unsicher sind, schauen wir gemeinsam darauf.
Aus der Praxis
Ein Selbstständiger aus dem Gewerbegebiet
Ein Gründer aus einem Start-up im Gewerbegebiet Mittersendling fragt, ob er in die private Krankenversicherung wechseln soll. Er ist freiwillig gesetzlich versichert, plant Familie und hat schwankende Einnahmen. Wir gehen die Fälle durch: Was ist, wenn Kinder kommen? Was ist, wenn das Geschäft ein Jahr schlechter läuft? Am Ende steht keine Standardlösung, sondern eine Entscheidung, die er gut erklären kann. Ob PKV oder GKV, hängt in solchen Fällen oft an der Familienplanung.
Was ist, wenn …? Die Fragen, die Kunden immer wieder stellen
Die Fragen sind meistens dieselben. Was ist, wenn ich Kinder habe? Was ist, wenn ich arbeitslos werde? Was ist, wenn ich ins Ausland gehe? Und was ist im Rentenalter? Genau hier liegt unsere Stärke: den Kunden individuell zu beraten und mit ihm alle Fälle durchzugehen.
Dazu gehört auch das Praktische. Wer bereits freiwillig gesetzlich versichert ist, muss laut ERGO in der Regel zwei Monate im Voraus kündigen. Wer erstmals durch Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwillig versichert ist, für den gelten teils andere Regeln. Der Arbeitgeber beteiligt sich mit einem Zuschuss, der auf die Hälfte des tatsächlichen Beitrags und die Hälfte des durchschnittlichen GKV-Höchstbeitrags begrenzt ist. Ob und wie sich das 2027 auswirkt, rechnen wir mit Ihren Zahlen, nicht pauschal.
Warum persönlich beraten
Welche Rolle spielt München-Sendling für die Beratung?
Sendling hat 41.334 Einwohner und ist mit 105 Einwohnern je Hektar doppelt so dicht besiedelt wie München insgesamt (52). Die Wege sind kurz, und viele Menschen arbeiten in der Nähe, etwa im Klinikviertel, im Gewerbeband Obersendling oder in Büros in Mittersendling. Für Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte, Beschäftigte in Start-ups und Biotech-Firmen ist die Krankenversicherung ein Dauerthema.
Auch die Versorgung vor Ort spielt eine Rolle. In der Region München kommen laut PKV-Verband 287 bis 327 Ärzte auf 100.000 Einwohner, in Bayern sind es 204. Was das für Ihren Alltag bedeutet, hängt von Ihrem Tarif ab, und das klären wir im Gespräch.
Zunehmend fragen uns auch Menschen an, die aus dem Ausland nach München kommen, dauerhaft oder auf Zeit. Das deutsche System ist sehr speziell, deshalb haben sie viele individuelle Fragen. Wir beraten auf Englisch, digital oder vor Ort. Und wenn Kinder ein Semester in der Schweiz, in London oder in den USA verbringen, geht es um den Schutz im Ausland, bei der Rückkehr und bei Besuchen hier.
Für wen passt die private Krankenversicherung, für wen eher nicht?
Die private Krankenversicherung kann passen, wenn Sie zur wechselberechtigten Gruppe gehören, gesund sind und Wert auf einen individuell gewählten Leistungsumfang legen. Das gilt häufig für Selbstständige, Freiberufler und Angestellte oberhalb der Versicherungspflichtgrenze.
Eher genauer prüfen sollten Sie, wenn Ihr Einkommen stark schwankt, wenn Sie mehrere Kinder erwarten oder wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie die Beiträge im Alter tragen. Hier ist die gesetzliche Krankenversicherung, gegebenenfalls mit Zusatzversicherungen, oft die ruhigere Lösung. Auch das sage ich Ihnen offen. Wer gesetzlich bleibt, kann Lücken bei Zahn und Krankenhaus mit Ergänzungstarifen schließen, solange er gesund ist.
Bleiben Sie gesetzlich versichert?

Ergänzungstarife statt Wechsel
Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt oder bleiben muss, kann Zahn, Krankenhaus und Pflege mit Ergänzungstarifen der DKV absichern. Es gibt Gesundheitsfragen und Wartezeiten, deshalb lieber früh abschließen. Ein brennendes Haus können wir nicht mehr versichern.
So läuft die Beratung bei uns
1. Erstgespräch
Wir klären Ihre Situation: Beruf, Einkommen, Familie, Pläne. Per Teams, telefonisch oder in der Lindwurmstraße.
2. Alle Fälle durchgehen
Kinder, Arbeitslosigkeit, Ausland, Rentenalter. Wir rechnen mit Ihren Zahlen.
3. Gesundheitsfragen und Antrag
Wenn Sie wechseln möchten, gehen wir die Gesundheitsfragen gemeinsam durch, damit nichts übersehen wird.
4. Begleitung danach
Bei Fragen, Rechnungen oder Beitragsmitteilungen sind wir Ihr fester Ansprechpartner.

O-Ton
„Daher ist das persönliche Gespräch immer der eigenen Recherche im Internet vorzuziehen.“
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Beitragsbemessungsgrenze 2027 in der Krankenversicherung?
Ab welchem Einkommen kann ich 2027 als Angestellter in die PKV wechseln?
Oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Laut Referentenentwurf soll sie 2027 bei 84.150 Euro im Jahr liegen. Der endgültige Wert wird per Verordnung festgelegt. Selbstständige und Freiberufler sind an diese Grenze nicht gebunden.
Kann ich als Selbstständiger in München in die private Krankenversicherung wechseln?
Ja, Selbstständige und Freiberufler können grundsätzlich wechseln, ohne an die Versicherungspflichtgrenze gebunden zu sein. Ob es sinnvoll ist, hängt von Einkommen, Familie und Gesundheit ab. In der Beratung gehen wir diese Fälle durch.
Steigen die Beiträge in der PKV nicht mehr, wenn ich älter werde?
Das lässt sich so nicht sagen. Alterungsrückstellungen sollen höhere Kosten im Alter abfedern. Beiträge können trotzdem steigen, zum Beispiel weil Behandlungen teurer werden. Deshalb besprechen wir die Beiträge im Alter immer mit.
Wann muss ich bei einem Wechsel von der GKV in die PKV kündigen?
Wer bereits freiwillig gesetzlich versichert ist, muss laut ERGO in der Regel zwei Monate im Voraus kündigen. Wer erstmals durch Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze freiwillig versichert wird, für den gelten teils andere Regeln. Wir klären den Zeitpunkt vorab im Gespräch.
Zahlt mein Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung?
Ja, angestellte Privatversicherte erhalten einen Arbeitgeberzuschuss. Er ist auf die Hälfte des tatsächlichen Beitrags und die Hälfte des durchschnittlichen GKV-Höchstbeitrags begrenzt. Wie hoch er für Sie 2027 ausfällt, rechnen wir mit Ihren Zahlen.
Was passiert in der PKV mit meinen Kindern?
Kinder werden in der PKV eigenständig versichert. In der gesetzlichen Krankenversicherung sind sie unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert. Was für Ihre Familie sinnvoll ist, hängt von der Konstellation ab. Das gehen wir im Gespräch durch.
Was gilt für Ausländer oder Expats in München, die sich krankenversichern wollen?
Das deutsche System ist sehr speziell, deshalb gibt es viele individuelle Fragen, etwa zu Dauer des Aufenthalts und Versicherungspflicht. Wir beraten auf Englisch, digital oder vor Ort, und bei Bedarf auch zu Haftpflicht und Hausrat für die eigene Wohnung.
Wo finde ich in München-Sendling eine DKV-Beratung?
In der DKV & ERGO Agentur Intelmann, Lindwurmstraße 193, 80337 München, nahe U-Bahn Poccistraße. Sie erreichen uns vor Ort, per Microsoft Teams oder telefonisch unter 089 74 33 020.
Was kann ich tun, wenn ich gesetzlich versichert bleibe, aber mehr Leistung möchte?
Mit Ergänzungstarifen für Zahn, Krankenhaus und Pflege. Dabei gibt es Gesundheitsfragen und Wartezeiten, bei Zahntarifen zusätzlich eine Staffelung der Leistung. Deshalb gilt: abschließen, solange man gesund ist.
Ihr Berater

Carsten Intelmann – Versicherungs- und Finanzanlagenfachmann IHK
Carsten Intelmann ist seit 1992 bei der DKV im Vertrieb und seitdem selbstständig. Seit dem Jahr 2000 führt er die Agentur in der Lindwurmstraße 193 in München-Sendling, heute als Subdirektion. Er ist gebundener Vertreter der DKV und ERGO und berät auf Deutsch und Englisch, vor Ort, per Teams oder telefonisch. Schwerpunkt: private Krankenversicherung für Führungskräfte, Selbstständige und gutverdienende Angestellte.
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Quellen
- cash-online · Beitragsbemessungsgrenze 2027
- PKV-Verband · Versicherungspflichtgrenze 2027 (Referentenentwurf)
- PKV-Verband · Regionaldaten Bayern 2025
- BGH, Urt. v. 22.04.2026 – IV ZR 70/25 (PKV-Beitragsanpassung)
- Statistisches Amt München · Bevölkerung, Fläche, Dichte 31.12.2025
- Statistisches Amt München · Geburten-/Sterbeziffern 2021–2025
- Referat für Arbeit und Wirtschaft · Gewerbe- und Büroflächen München Süd (Mittersendling/Obersendling)
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Stand: Oktober 2026. Werte für 2027 teils noch Entwurf (Versicherungspflichtgrenze). Diese Seite ersetzt keine individuelle Beratung und keine Rechtsberatung.
